Jedes Bar und jede Kilowattstunde zählt – Energieeinsparung mit Isoliermanschetten und Konvektionsklappen
Die Simona AG senkt mit Isoliermanschetten und Konvektionsklappen der WEMA GmbH den Energieverbrauch ihrer Extrusionsanlagen deutlich. Druck, Temperatur, Ausstoßleistung – rund 300 unterschiedliche Messdaten erfasst Simona AG in ihrem Produktionswerk in Kirn schon heute, um deren Energieverbrauch pro verarbeitete Kilogramm Kunststoff in Echtzeit zu erfassen.
Die Simona AG aus Kirn (Pfalz) hat sich nach DIN ISO 50001 zertifizieren lassen und nimmt die Themen Energieversorgung und Verbrauch sehr ernst. „Wir waren einer der ersten Kunststoffverarbeiter, der sich hat zertifizieren lassen. Bei uns wird das Thema Energieeinsparung mit großer Aufmerksamkeit gepflegt", betont Klaus Gerspacher, Energiemanagement-Beauftragter der Simona AG.
Druck, Temperatur, Ausstoßleistung — rund 300 unterschiedliche Messdaten erfasst die Simona AG in ihren beiden Produktionswerken in Kirn schon heute, um daraus den Energieverbrauch pro verarbeitetem Kilogramm Kunststoff zu berechnen. An Zylindern, Kühlaggregaten, Werkzeugen und Glättwerken zweier Extrusionsanlagen wurden zusätzliche Schmelze-, Druck- und Durchflusssensoren angebracht, um ein- und ausgehende Energieströme genau zu messen. „Beispielhaft wollen wir an diesen beiden Plattenanlagen so detaillierte Informationen über Verbräuche und Einsparpotenziale wie möglich gewinnen, um sie dann auf die übrigen Anlagen zu übertragen", erklärt Horbach die Motivation.

Sparmaßnahmen bei großen Energieverbrauchern
Mit Isoliermanschetten und Konvektionsklappen der WEMA GmbH aus Lüdenscheid wird das Energieeinsparungspotenzial im Produktionsprozess konkret nutzbar. Die Isoliermanschetten werden über den Heiz-/Kühlbereichen der Extruderanlagen angebracht und bedecken die freiliegenden Zylinderflächen vollständig. Mit den Konvektionsklappen lassen sich die Konvektionsströme — und damit die natürliche Kaminbildung erhitzter Luft — kontrollieren und gezielt einleiten. Rund 70 % des Gesamtenergiebedarfs der Anlage entfallen auf den Antrieb; die Wärmeverluste am Extruderzylinder waren bisher der zweitgrößte Posten.

Die Konvektionsklappen verhindern Wärmeverluste am Extruderzylinder: Sie sind während der Heizphase geschlossen, halten die Wärme im System und öffnen sich nur kurzzeitig durch den Luftstrom, wenn das Gebläse zur Kühlung anspringt. Damit wird die in der Praxis übliche Dauerventilation deutlich reduziert.
Auch kleinere Energieverbraucher im Visier
Jetzt sind es eher die kleinen und trotzdem effektiven Einsparpotenziale, die aufgedeckt werden sollen. „Wichtig ist uns in diesem Zusammenhang, das Bewusstsein unserer Mitarbeiter dafür zu schärfen, dass jede Kilowattstunde und jedes Bar Druck zählt", erklärt Gerspacher. Auch beim Rohstoff wird gesucht: Ein Ansatz ist, anstelle herkömmlicher Zylindergranulate Kugelgranulate einzusetzen, da diese besser „rutschen" und somit weniger Friktionsenergie beim Aufschmelzen verbrauchen. Weitere Möglichkeiten sind die Verarbeitung bei niedrigerer Temperatur oder die Verlängerung der Kühlphase, um die Pumpenleistung der Kühlkreisläufe zu senken.

„Die Aufgabe, Energie im Unternehmen einzusparen, ist nie vollkommen gelöst. Wir setzen uns immer wieder neue Ziele, um unsere Energieeffizienz zu verbessern", erklärt Gerspacher. Die Kombination aus systematischer Messung, schnellen Eingriffen bei großen Verbrauchern und dem Sensibilisieren der Belegschaft hat sich bei Simona als wirksamer Mix erwiesen — gestützt durch praxiserprobte Komponenten wie die WEMA-Isoliermanschetten und Konvektionsklappen.