Optimierung von Temperierkreisläufen in Spritzgießwerkzeugen
Um einen konturnahen Verlauf der Temperierbohrungen konstruktiv zu realisieren, müssen oft Probleme mit störenden Auswerfern oder sich kreuzenden Bohrungen gelöst werden. Mit kleinen Bauformen der Diverting Tube S3560 und einer Verkreuzung mehrerer Bohrungen lässt sich das Temperaturniveau im Formenkern homogenisieren.
Um einen konturnahen Verlauf der Temperierbohrungen konstruktiv zu realisieren, müssen oft Probleme mit störenden Auswerfern oder sich kreuzenden Bohrungen gelöst werden. Dafür werden jetzt neue Innovationen von WEMA in Form von Umlenkrohren und Kreuzkühlungen angeboten. Wo bisher die Lage von Auswerferstiften, Schrauben usw. wegen der Gefahr einer Kollision mit Kühlbohrungen in ungünstigere Positionen verschoben werden musste, bietet das Umlenkrohr S3560 eine elegante Lösung.

Jetzt ist es möglich, diese Elemente zentral durch das Umlenkrohr laufen zu lassen — dabei spielt es keine Rolle, ob die kreuzende Kühlbohrung ganz oder nur teilweise die Umlenkrolle tangiert. Die Baugruppe besteht aus der Umlenkrolle aus Viton und dem Stützrohr. Vorteil: der Einbau ist platzsparend und einfach.

Um eine absolute Dichtheit zu erreichen, muss die Montage mit einer Vorspannung von 1 +0,1 mm erfolgen. Die Länge des Stützrohres wird an die konstruktiven Vorgaben angepasst und vor dem Einbau auf das richtige Maß gekürzt. Die Umlenkrohre sind ausgelegt für Auswerfer und Schrauben bis 12 mm Durchmesser, eine Einsatztemperatur bis 150 °C und Drücke bis 10 bar.

Im Falle von Entformungsproblemen können zusätzliche Auswerfer mithilfe von Umlenkrohren recht einfach eingebaut werden. Die Positionen der Auswerfer zur Kühlbohrung werden durch den Einbau des Umlenkrohrs immer absolut abgedichtet — die kontinuierliche Kühlung bleibt erhalten, auch dort, wo herkömmlich die Kühlung von der Spannplatte zum Kern hätte geführt werden müssen.
Kühlung direkt am Formkern

Mit dem Umlenkrohr S3560 lässt sich die Kühlung direkt am Formenkern realisieren. Trennblech und Flügelradkontur sorgen dabei für eine homogene Strömungsführung und einen verbesserten Wärmeübergang — eine Lösung, die in der konventionellen Bauweise nur mit erheblichem konstruktiven Aufwand möglich wäre.
Kreuzkühlungen S3562

Mit dem Einbau von Kühlkreuzungen S3562 in die Temperierkreisläufe hat der Konstrukteur erstmals die Möglichkeit, Kühlbohrungen in der X- und Y-Achse sowie in der Z-Achse kreuzen zu lassen. Dadurch werden konturnahe Temperierprozesse und eine homogene Temperaturverteilung möglich. Durch die Verbindung der Kanäle auch in die Z-Ebene wird eine verbesserte Temperierung von Volumenteilen erreicht. Mehrere Temperaturebenen erlauben unterschiedlich temperierte Kreisläufe — die Temperaturen sind besser steuerbar, was zu kürzeren Zykluszeiten und einer höheren Stückzahl pro Zeiteinheit führt.

Die Montage der Kühlkreuzungen ist denkbar einfach: Für den Ein- oder Ausbau wird eine Gewindestange oder Schraube benutzt — eine zusätzliche Arretierung ist nicht nötig. Das Innengewinde verwirbelt das Medium, was den Kühleffekt zusätzlich verbessert.